SichtWeise

Die SehnSucht des Menschen nach SpiRitualität findet in unzähligen Kategorien ihre Anhänger. Von der Akasha Chronik, Channeling, der 5-Elemente Ernährung, Genesis, Indigo Kinder, Nummerologie, ThetaHealing und Vastu könnte diese Liste bis weit über Hundert ergänzt werden. 

Einige Menschen glauben, bei indigenen Völkern exotische Spiritualität finden zu müssen. Mit verklärt, romantischen Vorstellungen suchen sie bei Anbietern, besonders gern bei Nativen Americans Zuflucht und Heilung. Einige dieser Anbieter leben in Europa, andere kommen in Abständen nach Europa um ihre AnGebote „an den Mann“ zu bringen. Viele geben sich als Indianer aus oder behaupten von einem Stamm adoptiert worden zu sein. 

Säule

Eine aufkommende Frage ist: Ob sie berechtig sind, Zeremonien ausserhalb ihres Volkes durchführen zu „dürfen“? Eine zweite berechtige Fragest ist, warum derzeit so viele Menschen vom „ältesten ihres Volkes“ den Auftrag erhalten, Zeremonien weltweit zu verbreiten? Indigene Religionen sind an das eigene Volk, die eigene Region und die eigenen Zeremonien gebunden. Die Ein- und Unterweisung ihrer Zeremonien muss „verdient“ werden und wird niemals „verkauft“.

Die Nachfrage nach Schwitzhütten ist groß. Die Schwitzhüttenanbieter sind zahlreich. Fraglich ist, ob es im „Sinn“ indiginer Völker ist, dass in Europa neben dem Besuch einer Schwitzhütte, Qualifikationen zum SchwitzhüttenLeiter vergeben werden. Vor dem Besuch einer Schwitzhütte sollte geklärt werden, ob die Hütte während eines Ganges/Gebetes bei Unwohlsein verlassen werden „darf“. „Autoritätshörigkeit" lässt diese Frage mitunter vermissen. 

Indigene Völker sind die „ersten Bewohner“ eines Gebietes. Viele haben Unterdrückung, Enteignung, Abschiebung ins Abseits und Diskriminierung erfahren. Der Grad, der bis heute andauernden Unterdrückung ist unterschiedlich. Es gilt den Verstand einzuschalten und zu überprüfen, welche Motivation hinter dem „Preisgeben“ ihrer Zeremonien und Ritualen steckt. Zu klären ist, welche Eindrücke beim Erleben von (indignier) Zeremonien auf den Menschen ausgeübt werden und ob der Zeitpunkt für diese Erfahrung angemessen ist. 

Auch die Werbung nutzt den menschlichen Hunger nach einer verklärten Rückkehr zum Leben in der Natur. Sie suggeriert dem Käufer eine bunte, intakte Natur. Auf Milch- und Eierverpackungen sind fröhliche Hühner und Kühe auf grünen Wiesen abgebildet. Inzwischen ist jedem Menschen bekannt unter welchen unwürdigen, industrielle ausbeuterischen Umständen, Tiere leben und sterben. 

Die Augen zu verschließen, zu ignorieren unter welchen Bedingungen Nutztiere „gehalten“ werden, hilft ebenso wenig - wie die rosarote Brille, wenn es um die Lebensumstände vieler indignier Völker geht. Unberechtigt Zeremonien indigener Völker zu benutzen um eine romantische Rückschau auf "Winnetou und Co“ wachzurufen und zu befriedigen, kommt einem Raub gleich. 

Klangvolle, fremdklingende Namen unter exotisch wirkenden Angeboten/Zeremonien sind kein Garant für wirkungsvolles ErLeben. Die Notwendigkeit, sich auf indigene Zeremonien zu fixieren, bleibt mir verborgen. Es gibt einen Grund, warum Menschen in eine bestimmte Kultur hinein geboren werden, in dieser geschieht Heilung durch die Kräfte heimischen Wesenheiten.

 

Bildquelle:© Angelika Schacht

SiteLock  FORUM                WERKSTATT             NEUES AUS DEM SIEDENHAUS            RUNDBRIEF            DATENSCHUTZERKLÄRUNG             IMPRESSUM         
       
© 2007 - 2017  .  Angelika Schacht  .  Alte HeilWeisen  .  Siedenkamp 1A  .  23730 Sierksdorf  .  Telefon 04563 473 1845  .  Terminsprechstunde   .