Zeremonie: TotenFest 


Das Unvermeidliche

Es gab keinen Weg, ihr Leben zu retten.
An verborgenem Ort vergrub sie ihren Ring.
Gefahr und Betrübnis kamen von dort.
Es kann sein, dass sie noch bis zum Ende des Winters lebt.

Sie wird sich nach Nordosten wenden,
wenn der Frühling kommt.
Es kann sein, dass sie schon in der flachen, gelben Erde steckt,
ihr Gab gewählt hat und beschloss, dort zu bleiben.

Den Weg ihrer Seele bin ich gefolgt. 
Habe auf meinem Glauben bauend ein Ritual vollzogen.
An der Rückseite des Midgard Berg’s 
hab ich ihre Seele einzuholen versucht - vergebens.                                                         

Totenfest


Einen wertvollen Menschen durch den Tod aus den Augen zu verlieren, ihn an der Seite zu vermissen, macht Zurückbleibende traurig. Die Seele befreite sich mit dem Tod vom Gewicht der Erdenreise. Sie schlüpfte ins lichte Gewand der Zeit- und Grenzenlosigkeit und fährt auf einem Fährschiff in eine andere Welt.  

Beim Fest des Lebens wird das Unvermeidliche anerkannt. Bei der Abschiedszeremonie wird ein Raum geschaffen, um sich des Positiven und Schönen, das durch den Verstorbenen auf die Welt gekommen ist, zu erinnern. Der Tod ist ein „nach Hause gehen“. Trauer „darf" sein. Aber zu große Verzweiflung kann die verstorbene Seele daran hindern, losgelöst auf ihren guten Platz zu gehen.


Auf einem Eichenblatt ich steh unter die Erde ich geh.
Auf einem unsichtbaren Pfad ich schreit.
Auf einem nie geborenen Pferd ich reit.
Meine Hände geben den Toten Geleit.

Du, die darauf wartet alles wieder zu sich zu nehmen. 
Lass die Seele nicht vorüber treiben.


Die Elemente Luft und Erde begleiten die Zeremonie. In der Kleidung der Anwesenden sollten bunte Farben vorherrschen. Töne, Lieder, Musik - die mit der Luft erzeugt werden, Worte und Freude auf ein Wiedersehen, erleichtern den Abschied.

Die Verbundenheit mit einer tragenden Gemeinschaft,  welche schamanische Wert-Vorstellungen teilt, werden zur aktiven Mitarbeit in die Arbeit bei Ritualen/Zeremonien eingebunden. 

Erst wenn niemand mehr an die Toten denkt, sind sie vergessen! 

Herz

Bildquelle, Text: © Angelika Schacht

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